Die E-Auto-Förderung bringt beim Kauf eines reinen Elektroautos zwischen 3.000 und 6.000 Euro, je nach Einkommen. Den Zuschuss bekommen aber nur Privatpersonen, die den Anspruch erfüllen. Wer leer ausgeht, zahlt trotzdem nicht mehr. Für alle ohne Förderanspruch, und für alle, deren KZZ-Vorteil größer ist als ihre Förderung, ist die Kurzzeitzulassung günstiger. Statt einer Förderung bekommen Sie hier einen festen Nachlass.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Förderung für reine E-Autos liegt einkommensabhängig bei 3.000 bis 6.000 Euro und gilt nur für Privatpersonen.
- Eine Kurzzeitzulassung (KZZ) ist ein fabrikneues E-Auto, das für Sie bestellt und frei konfiguriert wird, aber zuerst kurz auf eine Firma zugelassen ist. Weil es nicht direkt auf Sie zugelassen wird, gibt es dafür keine Förderung. Der Nachlass ersetzt sie.
- Es sind Neuwagen auf Bestellung mit der gewohnten Lieferzeit. Der Nachlass kommt aus Flottenrabatten, die es nur für Firmen gibt, deshalb läuft die Erstzulassung über eine Firma.
- Die KZZ lohnt sich in zwei Fällen: Sie bekommen keine Förderung, oder Ihr KZZ-Vorteil ist höher als die Förderung, die Sie bekämen.
- Die Förderung bindet Sie 36 Monate. Bei einer KZZ ist die Haltedauer kürzer, je nach Angebot meist 6 bis 12 Monate.
- Nachteile: ein Voreintrag im Fahrzeugbrief (Erstzulassung auf eine Firma) und keine Förderung.
Die aktuelle E-Auto-Förderung
Für ein reines Elektroauto gibt es aktuell einen einkommensabhängigen Zuschuss zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Die vollen 6.000 Euro gehen an Haushalte mit geringem Einkommen, mit steigendem Einkommen sinkt der Betrag bis auf 3.000 Euro. Dazu gelten diese Bedingungen:
- Antragsberechtigt sind nur Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Deutschland, ab 18 Jahren.
- Das Auto muss echt auf Sie erstzugelassen werden. Es darf zuvor nirgends zugelassen gewesen sein.
- Es gilt eine Mindesthaltedauer von 36 Monaten ab Erstzulassung. Verkaufen Sie früher, müssen Sie das der Förderstelle melden. Über eine anteilige oder vollständige Rückforderung wird im Einzelfall entschieden.
- Den Antrag stellen Sie innerhalb eines Jahres nach der Zulassung. Gefördert werden Zulassungen ab dem 01.01.2026.
- Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, Selbstständige mit dem Auto im Betriebsvermögen, Vereine und Kommunen sowie Haushalte über der Einkommensgrenze.
Was für Ihre Situation gilt und in welcher Höhe, halten wir laufend auf unserer Seite Förderungen für Elektroautos aktuell.
Warum die Kurzzeitzulassung ohne Förderung günstiger ist
Der Preisvorteil kommt aus Flottenrabatten. Solche Konditionen gibt es nur für Firmen mit größeren Abnahmemengen, deshalb muss das Auto zuerst auf eine Firma laufen. Genau diese Erstzulassung auf eine Firma macht es günstig, schließt aber die Förderung aus: Die verlangt eine echte Erstzulassung auf Sie, und das Auto darf vorher nirgends zugelassen gewesen sein.
Den Flottenrabatt geben wir als festen Nachlass weiter. Sie bekommen einen all-in-Preis, der Rabatt und Überführung schon enthält. Kein Antrag, keine Bearbeitungszeit, kein Budget-Risiko. Der Preis, den Sie sehen, ist der Preis, den Sie zahlen.
Ohne Förderanspruch vergleichen Sie den KZZ-Preis mit unserem privaten Kaufpreis. Die Kurzzeitzulassung liegt darunter, hier sparen Sie also zusätzlich.
Und wenn Sie Förderung bekommen?
Dann rechnen Sie die Förderung gegen den KZZ-Vorteil. Der KZZ-Vorteil ist der Abstand zwischen unserem privaten Kaufpreis und dem KZZ-Preis. Ist Ihre Förderung größer als dieser Abstand, kaufen Sie besser privat und nehmen die Förderung mit. Weil die Förderung mindestens 3.000 Euro beträgt, ist das bei den meisten Modellen der Fall.
So entscheiden Sie:
- KZZ-Vorteil größer als Ihre Förderung: die Kurzzeitzulassung lohnt sich.
- Ihre Förderung größer als der KZZ-Vorteil: der private Kauf mit Förderung lohnt sich.
Der KZZ-Vorteil hängt vom Modell ab, deshalb lohnt der konkrete Vergleich. Die Preise sehen Sie im KZZ-Bereich unseres Shops.
Drei Rechenbeispiele
Der faire Vergleich stellt die Kurzzeitzulassung unserem privaten Kaufpreis gegenüber, von dem Sie eine mögliche Förderung noch abziehen. Beide Preise enthalten Lieferung und Zulassung. Es sind Beispielpreise von August 2026 für vergleichbare Einstiegsvarianten, sie ändern sich. Aktuelle Preise sehen Sie im KZZ-Bereich.
Peugeot e-208, ohne Förderanspruch
Privater Kaufpreis 30.299 Euro, Kurzzeitzulassung 27.574 Euro. Wer keine Förderung bekommt, spart mit der KZZ 2.725 Euro.
Opel Corsa Electric, mit 3.000 Euro Förderung
Privater Kaufpreis 24.899 Euro, nach 3.000 Euro Förderung 21.899 Euro. Die Kurzzeitzulassung liegt bei 23.656 Euro. Mit Förderung ist der private Kauf hier 1.757 Euro günstiger.
Citroën ë-C3, mit Förderung und Citroën-Bonus
Privater Kaufpreis 17.399 Euro. Schon mit 3.000 Euro Förderung sind es 14.399 Euro, deutlich unter der Kurzzeitzulassung mit 16.797 Euro. Citroën legt bis zum 30.09.2026 einen zusätzlichen Bonus obendrauf, der den privaten Preis weiter senkt. Mit Förderanspruch führt bei Citroën klar der private Kauf.
Das Muster ist klar: Ohne Förderung ist die Kurzzeitzulassung günstiger als der private Kauf. Mit Förderung führt fast immer der private Kauf, weil die Förderung von mindestens 3.000 Euro größer ist als der KZZ-Vorteil.
Für wen sich die Kurzzeitzulassung lohnt
Vor allem, wenn Sie keine Förderung bekommen. Dann liegt die Kurzzeitzulassung unter dem privaten Kaufpreis, und Sie sparen ohne Umweg über einen Antrag. Das betrifft alle, die nicht antragsberechtigt sind (siehe oben), etwa Haushalte über der Einkommensgrenze oder Unternehmen mit dem Auto im Betriebsvermögen.
- Ohne Förderanspruch sparen Sie mit der Kurzzeitzulassung gegenüber dem privaten Kauf.
- Wer sich nicht drei Jahre binden will. Die Förderung verlangt 36 Monate Haltedauer, bei früherem Verkauf droht die Rückforderung. Die Kurzzeitzulassung bindet Sie kürzer, je nach Angebot meist 6 bis 12 Monate.
Kurzzeitzulassung ist keine Tageszulassung
Wichtig zu wissen: Eine Kurzzeitzulassung ist kein Lagerfahrzeug. Das Auto wird für Sie bestellt und frei konfiguriert, Farbe und Ausstattung wählen Sie selbst. Es wird nur zuerst kurz auf eine Firma zugelassen und kommt fabrikneu zu Ihnen.
Damit fallen die üblichen Bedenken weg, die man von einer Tageszulassung kennt. Dort nehmen Sie ein Auto aus dem Bestand, das oft schon ein oder zwei Monate beim Händler stand. Nur dann ist die Auswahl eingeschränkt und ein Teil der Garantiezeit schon abgelaufen. Bei einer Kurzzeitzulassung ist beides kein Thema.
Die Nachteile der Kurzzeitzulassung
Zwei Punkte bleiben, die Sie kennen sollten:
- Ein Voreintrag im Fahrzeugbrief. Die erste Zulassung läuft auf eine Firma, formal ist das Auto damit nicht aus erster Hand. Beim Wiederverkauf kann das eine kleine Rolle spielen, auch wenn der Wagen faktisch neu ist.
- Keine Förderung. Für den Zuschuss muss das Auto direkt auf Sie zugelassen sein, bei einer KZZ läuft die Erstzulassung aber über eine Firma. Wer die vollen 6.000 Euro bekäme, sollte beide Wege durchrechnen.
So finden Sie ein Fahrzeug
Alle verfügbaren Kurzzeitzulassungen mit ihrem all-in-Preis finden Sie auf unserer Übersicht Elektroautos mit Kurzzeitzulassung. Im Shop können Sie gezielt nach Kurzzeitzulassungen filtern. Wie der Kauf abläuft, steht unter Ablauf.
Sie wissen nicht, ob sich für Sie Förderung oder Kurzzeitzulassung mehr lohnt? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular, wir rechnen Ihnen beide Varianten für Ihr Wunschmodell durch.