Chery Elektroautos
Chinas größter Auto-Exporteur seit 21 Jahren — vorsichtiger Markteintritt in DE über die Submarken Omoda und Jaecoo
Chery im Überblick
Chery wurde 1997 in der Stadt Wuhu (Provinz Anhui) gegründet und entwickelte sich zum größten chinesischen Automobil-Exporteur — 2024 wurden über 1 Million Fahrzeuge exportiert, der Gesamtabsatz lag bei 2,6 Millionen Einheiten. In Deutschland erfolgt der Markteintritt 2026 vorsichtig über die Submarken Omoda und Jaecoo (gemeinsam vertrieben über die Omoda/Jaecoo Deutschland GmbH in Frankfurt). Der erste Verkaufsstart erfolgte im Januar 2026 mit dem Plug-in-Hybrid Jaecoo 7 SHS. Reine Elektroautos der Submarke iCar sind ab 2027 angekündigt.
1 elektrische Chery Modelle bei Ludego
Vom kompakten Einstieg bis zur Top-Variante — alle 1 Chery Modelle sofort bestellbar oder konfigurierbar.
Plattformen & Architekturen
Chery setzt auf folgende elektrische Plattformen — Grundlage für Antrieb, Akku und Lade-Performance der Modelle:
Chery T1X / E0X (für Omoda/Jaecoo)
400 VMulti-Energy-Plattform für BEV, PHEV und Verbrenner-Varianten. Eingeführt 2022, in Europa über Submarken Omoda und Jaecoo.
iCar-Plattform (kompakter Geländewagen)
400 VEigenständige Plattform für die Lifestyle-Submarke iCar mit kantigem Geländewagen-Design — Wettbewerbspositionierung zwischen Suzuki Jimny und Land Rover Defender.
Mix aus NMC & LFP
Überwiegend LFP (Lithium-Eisenphosphat) für die europäischen BEV-Volumenmodelle, NMC für Top-Varianten und PHEV-Antriebsbatterien (z.B. Jaecoo 7 SHS mit 18,3 kWh LFP).
Was Chery gut macht — und wo es noch hakt
Eine neutrale Bewertung der Marke aus Sicht eines unabhängigen Vermittlers — basierend auf öffentlichen Daten, Testberichten und Kundenrückmeldungen.
Stärken
Schwächen
Garantie & Servicenetz
Produktionsstandorte
Europa
2 WerkeApp, Konnektivität & Infotainment
Omoda & Jaecoo App
4 zentrale Funktionen für Fahrzeugsteuerung & Laden
OS & Streaming
Chery Lion OS (Android-basiert, eigenes UI)
Ladenetz & Roaming-Partner
Chery betreibt in Europa kein eigenes Schnellladenetz. Über Roaming-Partner sind rund 600.000 europäische Ladepunkte zugänglich. Ein zentrales Ersatzteillager wird gemeinsam mit Kühne+Nagel betrieben.
Was Käufer zu Chery wissen wollen
Hat Chery ein eigenes Schnellladenetz in Deutschland?
Wie lange ist die Batteriegarantie bei Chery?
Welches Chery-Elektroauto hat die größte Reichweite?
Wo werden Chery-Fahrzeuge für Europa produziert?
Was ist der Unterschied zwischen Chery, Omoda, Jaecoo und iCar?
Warum startet Chery in Deutschland erst mit einem PHEV statt einem BEV?
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Chery Elektroautos — Marke, Strategie und Marktposition in Deutschland
Chery Automobile Co., Ltd. wurde 1997 in der Stadt Wuhu (Provinz Anhui) als Lokalbetrieb gegründet und entwickelte sich seit den 2000er-Jahren zum größten chinesischen Auto-Exporteur. 2024 wurden über 1 Million Fahrzeuge exportiert, der Gesamtabsatz betrug 2,6 Millionen Einheiten. Damit liegt Chery weltweit unter den 15 größten Autoherstellern. Wichtige Märkte sind neben China und der Türkei vor allem Russland, Brasilien und der Mittlere Osten.
Unter dem Konzerndach Chery existiert ein vielfältiges Markenportfolio: Tiggo und Arrizo (Volumen, hauptsächlich China), Omoda und Jaecoo (für internationale Märkte, in Europa der Hauptauftritt), Exlantix (Premium), iCar (Lifestyle-Geländewagen), Jetour, Luxeed, Lepas. Die Premium-Marke Exeed bringt 2026 die Festkörperbatterie auf den Markt.
In Deutschland startete der Vertrieb im Januar 2026 mit dem Plug-in-Hybrid Jaecoo 7 SHS (ab 36.900 Euro), der bei zwei Händlern (Tönjes Zetel, Pichel Burgstädt) verkauft wird. Im weiteren Verlauf 2026 folgen die Elektrovarianten des Omoda 5 (ab unter 30.000 Euro) sowie der Omoda 9 als PHEV (ca. 50.000 Euro) und im Sommer der Jaecoo 5 BEV. Für 2027 ist das kantige Elektromodell iCar 03 angekündigt — ein Wettbewerber zwischen Suzuki Jimny und Land Rover Defender.
Um die EU-Strafzölle auf chinesische Elektroautos zu umgehen, kooperiert Chery mit dem spanischen Hersteller Ebro EV Motors. In einem ehemaligen Nissan-Werk bei Barcelona entstehen Modelle im CKD-Verfahren mit Komponenten aus China. Die Anlage hat eine Kapazität von bis zu 200.000 Fahrzeugen pro Jahr.
Der Aufbau des Händlernetzes verläuft langsamer als angekündigt: Statt der zur IAA 2025 versprochenen 45 Händler bis Jahresende waren Anfang 2026 erst eine zweistellige Zahl unter Vertrag. Bis 2027 sollen es etwa 200 Standorte werden. Vertriebspartner ist die Omoda/Jaecoo Deutschland GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main.